Mit dem 12. August 2026 beginnt die erste Umsetzungsphase der europäischen Verpackungsverordnung (PPWR). Erstmals gelten europaweit einheitliche verbindliche produktrechtliche Anforderungen für Unternehmen entlang der Verpackungslieferkette direkt in allen Mitgliedstaaten. Der Industrieverband Papier- und Folienverpackung (IPV) hat seine Mitgliedsunternehmen frühzeitig auf die neuen Vorgaben vorbereitet und umfangreiche Praxisunterlagen für Hersteller, Verarbeiter und deren Kunden entwickelt. Gleichzeitig mahnt der Verband, dass die Verordnung trotz ihres Inkrafttretens in wesentlichen Teilen noch unvollständig ist.
Progroup und Zeus Packaging haben eine langfristige Partnerschaft am Progroup-Standort Ellesmere Port (PW12) im Vereinigten Königreich vereinbart. Der Produktionsstart ist für Oktober 2026 vorgesehen. Am Standort Ellesmere Port wird Zeus Packaging künftig einen wesentlichen Teil seiner britischen Produktionsmengen bündeln. Hierzu werden die bestehende Produktionshalle sowie vorhandene Verarbeitungsmaschinen genutzt und falls notwendig umgerüstet. Eine Förderbrücke verbindet das Unternehmen direkt mit dem Wellpappwerk. Die Produktion soll ein Volumen von mindestens 100 Millionen Quadratmetern pro Jahr erreichen und wird zum zentralen Produktionsstandort von Zeus Packaging im Vereinigten Königreich.
Mit der Einführung von MM Polar® Plus erweitert MM Board & Paper sein Portfolio maschinenglatter Kraftpapiere. Die Neuentwicklung erfüllt die steigende Nachfrage nach leistungsstarken, erneuerbaren Lösungen für Einwegtüten, Fast-Food-Verpackungen, Lebensmittelkontaktmaterialien und weitere Anwendungen.
Unternehmen stehen heute unter steigendem Kostendruck, volatilen Märkten, neuen regulatorischen Anforderungen und zunehmend komplexen Lieferketten. Wer Verantwortung für Einkauf, Produktion, Logistik, Vertrieb oder ganze Unternehmen trägt, erlebt diese Realität jeden Tag. Warum gelingt es manchen Unternehmen dennoch, auch unter diesen Bedingungen erfolgreich zu bleiben, während andere vor allem damit beschäftigt sind, auf die nächste Herausforderung zu reagieren?
Ein Beitrag von Boris Maschmann, CEO Smurfit Westrock DACH.
Kommunale Verpackungssteuern erfassen lediglich 0,7 Prozent des gesamten Verpackungsverbrauchs in Deutschland. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der GVM Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung und des ifeu –Instituts für Energie- und Umweltforschung Heidelberg gGmbH. Gleichzeitig verursacht die Steuer erhebliche wirtschaftliche und bürokratische Belastungen für Unternehmen, Kommunen und Verbraucher, während ihr Beitrag zur Abfallvermeidung und zum Klimaschutz gering bleibt. Die Studie untersucht erstmals umfassend die ökologischen und ökonomischen Auswirkungen kommunaler Verpackungssteuern. Ziel ist eine unabhängige und wissenschaftlich fundierte Bewertung ihrer Wirksamkeit und ihrer Folgen für Umwelt, Wirtschaft und Verbraucherinnen und Verbraucher.
Die wirtschaftliche Lage der deutschen Papier- und Zellstoffindustrie hat sich im ersten Halbjahr 2026 im Vergleich zur Vorjahresperiode nicht verbessert. Die infolge des Iran-Krieges ausgebremste Konjunktur belastete Nachfrage und Preise. Als Grundstoffindustrie bleibt die Branche eng an die Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage und internationaler Wertschöpfungsketten gebunden. Produktion und Umsatz gingen weiter zurück: Die Produktionsmenge sank auf 9,4 Millionen Tonnen (-1,4 Prozent), der Umsatz auf 6,9 Milliarden Euro (-7,1 Prozent).
Mondi hat ein preisgekröntes Verpackungskonzept entwickelt, das einen Wellpappen-Außenkarton mit einer recycelbaren, lasermarkierten flexiblen Verpackung kombiniert. Das Konzept wurde für eCommerce- und Bag-in-Box-Anwendungen entwickelt, lässt sich auf eine Vielzahl von flexiblen Verpackungsformaten anwenden und zeigt, wie innovatives Verpackungsdesign die Kreislaufwirtschaft fördern und die Effizienz der Lieferkette verbessern kann.
Seit dem 31. Juli 2026 ist das neue „Recht auf Reparatur“ für Geräte in Kraft, das für Verbraucher die Reparaturoptionen zum Beispiel für größere Haushaltsgeräte oder ausgewählte Geräte mit elektronischen Displays erweitern und vereinfachen soll. „Mit der Eigenverwaltung, die auch als Sanierung in eigener Regie bekannt ist, gibt es für Unternehmen im Sanierungsrecht bereits seit vielen Jahren ein etabliertes Pendant – und das für alle Branchen und Geschäftsmodelle. Gleichwohl ist das `Recht auf Reparatur´ für Unternehmen an bestimmte Voraussetzungen und Bedingungen geknüpft“, sagt Michael Böhner von der bundesweit vertretenen Kanzlei Schultze & Braun. Der Sanierungsexperte hat bereits zahlreiche Unternehmen bei wirtschaftlichen Reparaturen in operativer Funktion begleitet. Er erläutert, worauf im Vorfeld und während einer Sanierung in eigener Regie zu achten ist.
In Betrieben geht es zuweilen „heiß her“; das wissen die meisten Arbeitnehmer. Doch dass an ihren Arbeitsplätzen die Temperaturen unerträglich werden, ist für sie ein neues Phänomen. Hierauf müssen ihre Arbeitgeber reagieren. Auch im Bereich Gesundheitsvorsorge stehen die Unternehmen immer wieder vor neuen Herausforderungen. Denn zum Beispiel aus neuen Formen der Zusammenarbeit sowie dem Einsatz neuer Technologien erwachsen oft auch neue Faktoren, die potenziell die Gesundheit und das Wohlbefinden der Mitarbeitenden belasten.
Ein Beitrag von Elke Katharina Meyer, Frank Nesemann und Thomas Achim Werner.
Papier bleibt trotz aller Digitalisierung eines der wirksamsten Werbemittel. Gleich mehrere neurowissenschaftliche Studien belegen die Vorteile von Papier gegenüber rein digitalen Werbemitteln. Für Ernst Brunbauer, geschäftsführender Gesellschafter bei Lenzing Papier, eine nachvollziehbare Erkenntnis: „Was Menschen haptisch spüren, bleibt einfach länger im Gedächtnis als rein visuelle Eindrücke.“
Mit einer neuen Publikation zeigt das Cluster Dekarbonisierung der Industrie (CDI) Unternehmen, wie sie ihre Emissionsdaten nachvollziehbar und belastbar kommunizieren – mit besonderem Fokus auf den Mittelstand. Grundlage dafür sind Ergebnisse aus dem CDI Summer Summit 2025.
Die Palm Gruppe plant, die Papiermaschine PM 7 am britischen Standort King's Lynn auf die Produktion von Wellpappenrohpapieren auf Altpapierbasis umzubauen. Mit dieser Investition richtet Palm den Standort auf die veränderten Anforderungen des europäischen Papiermarktes aus.