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(13.08.2020 / sbr)

Reaktivierung Höllentalbahn als Zukunftsperspektive

Im Rahmen ihrer Sommertour besuchte Staatssekretärin Susanna Karawanskij am gestrigen Montag die Zellstoff- und Papierfabrik Rosenthal, um sich über den Güterverkehr und die Perspektiven der Höllentalbahn zu informieren.

Im Gespräch betonte Geschäftsführer Leonhard Nossol die Wichtigkeit der Wiederinbetriebnahme der Höllentalbahn für das Unternehmen und die Region.

Frau Karawanskij informierte die Anwesenden, zu denen auch der Bürgermeister der Gemeinde, Peter Keller, Landtagsmitglied Ralf Kalich und Fritz Sell (Vorsitzender des Vereins Höllennetz) gehörten, über ein zweistufiges Verfahren. Dies besteht zum einen aus einem Umweltverträglichkeitsgutachten, das kurz vor dem Abschluss steht. Im zweiten Schritt ist eine Planfeststellung vorgesehen, um die Genehmigungsfähigkeit der Reaktivierung der alten Bahnstrecke zu prüfen.

Im Anschluss an das Gespräch, das im Museum „Rennsteig und Mee(h)r“ stattfand, lud Leonhard Nossol zu einer Besichtigung der Zellstofffabrik ein, die einen eigenen Bahnanschluss hat und – in Erwartung der Reaktivierung der Höllentalbahn – im Jahr 2017 ein Rundholzterminal für die Entladung von Bahnwaggons errichtete.

Als Thüringens größter Erzeuger von Bioenergie setzt sich Mercer Rosenthal seit Jahren für die Schließung dieser nur 6 Kilometer langen Lücke im Schienennetz ein, die in Folge der deutschen Teilung stillgelegt wurde und auch 30 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung noch immer eine Trennung darstellt. Nach wie vor müssen große Umwege auf der Schiene in Kauf genommen und Rohstoffe sowie Erzeugnisse per LKW transportiert werden.