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Patent-Papierfabrik Hohenofen

Zur Zeit ihrer Gründung 1938 zählte die Patent-Papierfabrik Hohenofen (im Nordwesten des Landes Brandenburg) zu den ersten Fabriken in Deutschland. Anfangs noch auf Basis von Hadern wurden neben Zeichen-, Schreib- und Tapetenpapieren u.a. hochfeine Wasserzeichenpapier für Staatsdokumente hergestellt. Zu DDR-Zeiten bestimmte der volkseigene Betrieb die Transparentpapierproduktion für den Ostblock.

Nach der Wende wurde 1992 jedoch auch hier die Arbeit eingestellt. War das Werk damals nicht mehr den Marktbedingungen gewachsen, so bietet die Anlage heute einen einmaligen Einblick in die historische Entwicklung der Papierfabrikation. Mit jedem Besitzerwechsel gingen Ergänzungen bzw. Veränderungen einher. Aufgrund fehlender durchgreifender Modernisierungsmaßnahmen zu DDR-Zeiten sind Zeugnisse maschineller Produktion aus verschiedenen Jahrzehnten erhalten geblieben und die Papier-Produktionslinie vom Anfang des 20. Jh. ist vollständig nachvollziehbar.

Die Patent-Papierfabrik Hohenofen e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, dieses einzigartige technische Denkmal der Öffentlichkeit zugänglich und damit die Produktion von Papier sehr eindrücklich in den einzelnen Teilschritten nachvollziehbar zu machen. Technisch umsetzbar, wenn auch finanziell besonders aufwendig, ist sogar die Reaktivierung der Holländer und der Papiermaschine. Zudem soll in Sonderausstellungen über die Herausforderungen und Innovationen der Papierbranche informiert werden – die Sensibilisierung für das Thema Recyling wird eine große Rolle spielen.

Das Projekt braucht Ihre Unterstützung

Für die Sanierung zum Erhalt des Denkmals wird aktuell mit einem Budgetbedarf von etwa 3,2 Mio. € gerechnet. Eine Teilfinanzierung erfolgt über Fördermittel des Bundes, des Landes und der Denkmalschutzstiftung. Dennoch bleibt ein Bedarf von 1,1 Mio. €, damit die Restaurierung umgesetzt werden kann.

Gesucht werden PartnerInnen für die Finanzierung der Sanierung und die weitere Gestaltung der einmaligen Anlage, die eine Vielzahl an Nutzungsmöglichkeiten bietet. Neben der Möglichkeit einer maßgeschneiderten Repräsentanz vor Ort, sind in den vielgestaltigen, geschichtsträchtigen Räumlichkeiten vor allem auch Tagungen, Seminare, Kundenevents oder Firmenfeierlichkeiten vorstellbar.

Foto: Matthias Baxmann

sbr / 27.09.2019


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